Aufgepasst – Giftige Lebensmittel für deinen Hund

Vorsichtig vor giftigen Lebensmitteln! Angefangen bei Essensresten von unseren Mahlzeiten bis hin zum täglichen Spaziergang. Für unsere neugierigen Vierbeiner gibt es zahlreiche Futterfallen. Selbst bei guter Erziehung können die Hunde für sie ungeeignete oder sogar gefährliche Lebensmittel aufnehmen. Lasst uns heute einen Blick auf die Futterfallen werfen und einige gefährliche Lebensmittel unter die Lupe nehmen.  

 

Futterfallen in den eigenen 4 Wänden

Gerade bei uns zu Hause lauern zahlreiche sogenannte „Futter-Fallen“ für den kleinen Liebling. Viele von euch kennen es wahrscheinlich zu Genüge: Ihr habt gerade gegessen und die Reste werden an die Vierbeiner verfüttert. Auf diese Weise wird nichts weggeworfen und der Hund freut sich auf eine kleine Mahlzeit zwischendurch. Gerade ein mariniertes Steak vom Grill ist für ihn sehr interessant und wir denken uns „Das kann er bestimmt fressen“.  Die Annahme ist jedoch falsch, da es nicht nur zu Magen-Darm-Problemen, sondern sogar zu gefährlichen Darmentzündungen führen kann. Auch viele weitere Leckereien wie z.B. Schokolade oder Chips sind für deinen Hund in der Regel nicht besonders gut und der Verzehr kann schwere Folgen haben.

 

Gefahrenquellen in der freien Natur

Besonders viele giftige Lebensmittel können beim Gassigehen aufgenommen werden. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da unser Hund neugierig ist und am liebsten alles, was er sieht, beschnüffeln oder verzehren möchte. Natürlich muss es nach seiner Einschätzung auch „fressbar“ sein. Er achtet nicht darauf, ob es sich bei dem entsprechenden Objekt um Essbares handelt oder nicht. In der Regel befinden sich gerade am Straßenrand oder in Gebüschen vergammelte oder nicht verzehrbare Lebensmittel. Wir sollten also stets auf unseren Hund Acht geben und ihn bestmöglich beschützen. Im Fall der Fälle solltet ihr umgehend eingreifen und den Fund aus seinem Maul entfernen, ohne euch dabei selbst zu gefährden.

 

Erziehung ist das A und O

Ein Hund muss von Beginn an richtig und konsequent erzogen werden. Bereits im Welpenalter können wir darauf achten, dass er immer nach den Familienmahlzeiten gefüttert wird. Zudem sollte er keinesfalls etwas vom Tisch bekommen. Dieses Vorhaben kann schnell zum Teufelskreis werden und der Hund sieht diesen Vorgang als „normal“ an. Er fängt an zu betteln und lässt nicht locker. Außerdem muss dein Hund lernen, sein Futter sowie z.B. Kauknochen freiwillig wieder herzugeben. Dieses Szenario lässt sich gut mit einer Belohnung für deinen Hund üben. Der Hund soll euch z.B. den Kauknochen wieder geben und erhält dafür ein Leckerlie. Nimmt er trotz allem hin und wieder giftige Lebensmittel oder unbekannte Objekte auf, können Signalwörter wie z.B. „Aus“ oder „Pfui“ helfen, ihn vom Fressen abzuhalten. Natürlich ist auch hier Geduld und Übung gefragt, bis der Hund eine Verknüpfung herstellen kann.  

 

Symptome bei einer Vergiftung

An folgenden Symptomen lässt sich u.a. eine Vergiftung erkennen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Aufgeblähter Bauch
  • Starker Speichelfluss
  • Unruhe
  • Fieber

 

Kommen wir jetzt zu einigen Beispielen für giftige und gefährliche Lebensmittel

Milch
Viele Menschen haben eine Laktoseintoleranz oder -unverträglichkeit. Unsere Hunde sind von Natur aus laktoseintolerant und besitzen nicht ausreichend Enzyme, welche für die Verdauung notwendig sind. Die Folgen sind oftmals Durchfall oder Erbrechen.

Alkohol
Bereits wenige Schlucke können ausreichen, um bei unserem Hund eine Vergiftung mit Symptomen wie z.B. Atemnot, Koordinationsstörungen oder Erbrechen hervorzurufen. Ein Hundekörper kann Alkohol nur sehr langsam und somit besonders schlecht verarbeiten.

Schokolade und Kakao
Schokolade und Kakao enthalten die giftige Substanz Theobromin. Diese Substanz löst bei einer Vergiftung Erbrechen, Pulsbeschleunigung oder auch Zittern aus.

Zwiebeln und Knoblauch
Bei Zwiebeln und Knoblauch ist es egal, ob sie roh, gekocht oder sonst wie serviert werden, fressen darf sie der Hund aufgrund der enthaltenen Schwefelstoffe auf keinen Fall. Diese Schwefelstoffe zerstören die roten Blutkörperchen deines Hundes und ruft bei einer Vergiftung Blut im Urin oder Gelbsucht hervor.

Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch kann das sogenannte Aujeszky-Virus enthalten, welches ein für Menschen ungefährliches, jedoch für Hunde giftiges Herpes-Virus ist. Dieses Virus führt beim Hund zu Nerven- und Hirnentzündungen. Bei einer Vergiftung treten u.a. Symptome wie Appetitlosigkeit, Fieber oder Wesensveränderungen auf.